Kornett

Das B-Kornett, auch Cornet oder Cornet à pistons genannt, hat seien Ursprung in Frankreich, wo es durch virtuose Cornetisten wie Jean Babtiste Arban populär gemacht wurde. Die Länge des Rohres entspricht der B-Trompete (aber mit konischer statt zylindrischer Mensurierung). Die romantischen Komponisten wie Bizet oder Verdi, aber auch Igor Stravinsky und Debussy verwendeten das Instrument häufig in ihren Orchesterwerken. Die englischen Brass Bands sowie New Orleans Jazz Bands schätzten die Beweglichkeit und den weichen Sound des Kornetts und zogen es der Trompete vor. In der Schweiz findet man das Kornett vor allem in Regionen mit starker Brass Band Präsenz. Das Kornett ist ein ideales Instrument für den frühen Beginn, da es weniger Haltungsprobleme bei kleinen Schülern verursacht als die Trompete

Das Kornett wird auch in Es- und C-Stimmung gebaut, während früher auch A-, As- und G-Stimmungen gebräuchlich waren.

Es gibt auch Taschenkornette oder Taschentrompeten (pocket trumpets), die speziell kompakt gebaut werden, damit sie platzsparend z. B. im Reisegepäck transportiert werden können. Da diese Instrumente sehr preisgünstig sind, werden sie oft in Guggenmusiken eingesetzt.

Kornett in B, Bach Stradivarius, Modell 184 ML, vergoldet. Trigger auf den Hauptstimmzug durch Marcus Hassler, Blashaus Zug Taschenkornett, Marke Williams, mit Trompetenschaft spielbar, versilbert, ca. 20 cm lang
Klangbeispiel: Wynton Marsalis
Klangbeispiel: Kornettist der S.A.